Berlin (dpa) - Am neuen Hauptstadtflughafen erhärtet sich nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung der Verdacht weiterer Korruptionsfälle. Berater in der Firma des früheren Technikchefs Jochen Großmann hätten zugleich für Büros gearbeitet, die Zuschläge für lukrative Aufträge erhielten.

Dies schrieb das Blatt unter Berufung auf interne Protokolle. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen Großmann wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Er soll von einem Planungsanbieter für eine Auftragsvergabe Geld verlangt haben.

Die Flughafengesellschaft kommentierte den neuen Verdacht nicht und verwies auf die von BER-Chef Hartmut Mehdorn gebildete Arbeitsgruppe aus Juristen und externen Korruptionsbekämpfern: "Die eigens eingesetzte Taskforce nimmt sämtliche Vergaben unter die Lupe, an denen der unter Korruptionsverdacht stehende Technikchef beteiligt war." Einen Zwischenbericht hierzu soll es Ende Juni geben. Großmanns Büro hatte angekündigt, die Anschuldigungen entkräften zu wollen.