Spielberg (dpa) - Der frühere Formel-1-Pilot Gerhard Berger traut dem Red-Bull-Neuzugang Daniel Ricciardo mittelfristig den WM-Titel in der Königsklasse des Motorsports zu.

"Er hat in dieser Saison noch keinen Fehler gemacht", sagte Berger gut eine Woche vor dem achten Saisonlauf im österreichischen Spielberg am 22. Juni.

In kanadischen Montréal feierte der Australier Ricciardo am Sonntag seinen ersten Grand-Prix-Sieg und steht als Dritter der Fahrerwertung sogar vor seinem Teamkollegen und vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim). "Das ist ein neuer Star. Wenn das Auto irgendwann passt, kann er auch Weltmeister werden", erklärte der Österreicher Berger. "Wir wissen, wie schnell und gut Vettel ist. Ricciardo ist in dem Team aber im Moment das Maß der Dinge - und das auf sehr sympathische Art und Weise."

Berger geht aber davon aus, dass die Vollgasstrecke in Spielberg dem bisher dominanten Mercedes-Team entgegenkommt. Die Silberpfeile stellen mit Nico Rosberg (Wiesbaden) auch den Gesamtführenden. "Ich glaube nicht, dass ohne technische Probleme jemand Mercedes ernsthaft gefährden kann", erklärte Berger. Solche Probleme am Mercedes hatten Ricciardo in Kanada in die Karten gespielt.

Grand-Prix-Kurs Spielberg