Koblenz (AFP) Reiseanbieter müssen in der Werbung für ihre Angebote den kompletten Endpreis einer Reise benennen. Dazu zählen auch die Gebühren für Leistungen Dritter, die der Urlaubsgast nicht freiwillig, sondern gezwungenermaßen in Anspruch nehmen muss, wie das Oberlandesgericht Koblenz in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschied und damit eine Entscheidung des Landgerichts Koblenz bestätigte. Insbesondere gelte diese Regelung für das auf einer Kreuzfahrt anfallende tägliche sogenannte "Serviceentgelt", befanden die Richter. Dessen Höhe sei bezifferbar und müsse deshalb in den ausgewiesenen Endpreis der Reise eingerechnet werden, anstatt nur klein und mit einem Sternchen versehen unterhalb des beworbenen Preises angegeben zu werden (Az. 9 U 1324/13).