Hamburg (SID) - Wenige Stunden vor dem Trainingsauftakt beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV hat sich Hauptinvestor Klaus-Michael Kühne unmissverständlich dafür ausgesprochen, Coach Mirko Slomka rasch zu ersetzen. "Er muss ein wirklicher Toptrainer her. Als Privatmann und HSV-Fan kann ich nur sagen, dass ich an diesen Trainer nicht glaube", sagte der 77-Jährige dem Hamburger Abendblatt.

Auch Manager Oliver Kreuzer steht bei dem in der Schweiz lebenden Milliardär auf der Abschussliste: "Ich kenne ihn gar nicht persönlich. Er hat aber bei seinem Amtsantritt jede Menge Baustellen vorgefunden, die er bewältigen musste. Und das hat er nicht geschafft."

Sogar seinen einstigen Lieblingsspieler Rafael van der Vaart, den er durch sein persönliches finanzielles Engagement vor knapp zwei Jahren zurück in die Hansestadt geholt hatte, will der Mehrheitseigner des Logistikdienstleisters Kühne und Nagel schnellstmöglich loswerden. "Ich glaube, das Hamburger Umfeld ist für ihn zu schwierig geworden, er hilft uns nicht mehr weiter", sagte Kühne.

Kühne hatte sich mit Erfolg in den vergangenen Monaten stark für die Herauslösung der Profifußball-Abteilung aus dem HSV-Gesamtverein eingesetzt. Sein Vertrauter Karl Gernandt ist ab dem 1. Juli für die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden vorgesehen. Die Vorstandsführung wird zeitgleich Ex-Nationalspieler Dietmar Beiersdorfer übernehmen.