Kiel (SID) - Die Segler Eric Heil und Thomas Plößl haben zum Auftakt der Kieler Woche in der olympischen 49er-Klasse den Ton angegeben. Die Mitfavoriten aus Hamburg eroberten mit einem Tagessieg im dritten Rennen die Spitzenposition. Dagegen liegt Laser-Ass Philipp Buhl aus Sonthofen durch eine Disqualifikation vorerst abgeschlagen auf dem 48. Platz.

Die Schiedsrichter auf dem Wasser kannten bei frischen bis starken Nordwestwinden keine Gnade mit Deutschlands Olympiahoffnung für Rio 2016. Der WM-Dritte Buhl erhielt schon in der ersten Wettfahrt wegen unerlaubten Pumpens (Vortrieb durch Körpereinsatz) eine gelbe Flagge und musste zwei Strafkringel drehen. Die zweite Flagge im Rennen danach bedeutete gleich das Aus. "Diese Entscheidungen sind immer grenzwertig, aber ich muss sie akzeptieren und darf mir nun keinen Ausrutscher mehr leisten", meinte der 24-Jährige.

Jeweils knapp hinter den Führenden des ersten Tages platzierten sich die 470er-Teams Annina Wagner und Elisabeth Panuschka aus Kiel bei den Frauen sowie die Berliner Männer Jan-Jasper Wagner und Dustin Baldewin. Überraschend stark präsentierte sich Lisa Fasselt (Essen) im Laser Radial punktgleich hinter der Spitzenreiterin Tatjana Drosdowskaja aus Weißrussland. Die frisch gebackene Europameisterin Svenja Weger (Kiel) ist Achte.

Beim Welcome Race am Vormittag von Kiel nach Eckernförde hatte der 21 Meter lange Trimaran "Musandam-Oman Sail" einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Für die 27,5 Seemeilen lange Strecke benötigte die internationale Crew mit Navigator Tim Kröger aus Hamburg und der Bremerin Anna-Maria Renken im Cockpit nur eine Stunde, 47 Minuten und 22 Sekunden und lag fast 20 Minuten unter der bisherigen Bestzeit aus dem Vorjahr.