San Francisco (dpa) - Der Start der Entwicklerkonferenz Google I/O ist am Mittwoch gleich zweimal von Demonstranten unterbrochen worden. "Sie arbeiten für ein totalitäres Unternehmen", rief ein Mann zum Ende der Eröffnungsveranstaltung den über 5000 Teilnehmern zu.

Google stelle Roboter her, die Menschen töten, behauptete er. Er bezog sich dabei offensichtlich auf die von Google übernommene Firma Boston Dynamics, die auch an Robotern für das US-Militär forscht. Der Mann wurde schnell von Sicherheitsleuten abgeführt. Bei den anwesenden Software-Entwicklern stieß der Demonstrant auf Ablehnung.

Zuvor war eine Frau vor die Bühne gesprungen, die behauptete, sie werde von einem für Google arbeitenden Juristen aus ihrer Wohnung in San Francisco herausgedrängt. Die Lehrerin sei in die Veranstaltung hereingekommen, weil ihr ein Teilnehmer seine Karte ausgeliehen habe, berichtete das Blog "The Verge". Ein Google-Manager, der während ihrer Aktion gerade von der besseren Batterielaufzeit in der neuen Version des Smartphone-Systems Android sprach, scherzte daraufhin, die Akkus reichten damit auch für längere Proteste.