Brüssel (dpa) - Der EU-Gipfel hat gegen den erbitterten Widerstand von Großbritannien und Ungarn den konservativen Luxemburger Jean-Claude Juncker als neuen Kommissionschef benannt. Die Staats- und Regierungschefs beendeten damit einen wochenlangen Streit. Großbritanniens Premier David Cameron hatte mehrfach erklärt, er halte den früheren Euro-Retter Juncker als ungeeignet. Für ihn und andere Kritiker ist er die Verkörperung einer alten Union. Vor seinem Amtsantritt muss Juncker noch vom Europaparlament gewählt werden.