Assen (SID) - MotoGP-Pilot Stefan Bradl (Zahling) ist in Assen vom Regen gestoppt worden und geht beim Großen Preis der Niederlande von der achten Startposition ins Rennen. Neun Minuten vor dem Ende des Qualifyings ging ein Schauer runter, für alle Fahrer war damit die Chance auf die Verbesserung der eigenen Zeiten dahin. Der 24-jährige Bradl vom Team LCR-Honda hat nach seinen Schwierigkeiten im Training aber weiter Aussichten auf die erhoffte Top-5-Platzierung.

"Es hätte besser laufen können, ist aber generell in Ordnung", sagte Bradl. Da alle Fahrer dicht beisammen gefahren waren, sei es "sehr chaotisch" gewesen: "Es war ein Lotteriespiel. Es hat derjenige die Pole geholt, der den meisten Mut hatte. Vielleicht hätte ich etwas mehr pushen sollen."

Vom schlechten Wetter profitierte Alex Espargaró (Yamaha). Der Spanier lag vorn, als die ersten Tropfen fielen, und steht dadurch erstmals in seiner Motorrad-Karriere auf der Pole Position. Zweiter wurde sein Landsmann und Weltmeister Marc Márquez, der alle bisherigen sieben Saisonrennen gewonnen hat. In Dani Pedrosa (beide Honda) wurde ein weiterer Spanier Dritter.

Schlecht lief der Freitag für Jonas Folger (Tordera/Spanien). Der 20-Jährige stürzte Mitte des Moto2-Qualifyings, konnte nur acht Runden absolvieren und fuhr am Ende auf den 21. Rang. "Es war doch einiges verbogen an der Maschine", sagte Folger dem SID. Trotz der schlechten Ausgangslage blieb der unverletzte Oberbayer optimistisch. "Es ist immer alles möglich. Ich hoffe, dass es trocken bleibt. Ich bin mit dem Motorrad noch nicht viele Kilometer im Nassen gefahren."

Sandro Cortese (Berkheim/beide Kalex) belegte den 14. Platz, Marcel Schrötter (Tordera/Spanien) fuhr mit seiner Mistral auf Rang 16. WM-Spitzenreiter Esteve Rabat (Spanien/Kalex) war schnellster Mann des Tages.

In der Moto3 schafften es die deutschen Piloten nicht unter die Top 20. Philipp Öttl (Ainring) geht in der kleinsten der drei Klassen von Position 25 ins Rennen. Luca Grünwald (Waldkraiburg/beide Kalex), der sich am Donnerstag bei einem heftigen Sturz Prellungen an der linken Hand zugezogen hatte, steht auf Startplatz 31. Die Pole Position eroberte der WM-Führende Jack Miller (Australien/KTM).