Berlin (dpa) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat sich kritisch zum beschlossenen Mindestlohn-Gesetz geäußert. Er drohe, die Beschäftigungsdynamik zu belasten, sagte Weidmann in Berlin auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsrats der CDU. Es bestehe das Risiko, dass Unternehmen im Aufschwung weniger neue Stellen schafften. Insbesondere gering qualifizierte Arbeitskräfte hätten in Zukunft schlechtere Chancen auf Beschäftigung. Der Bundestag hatte mit sehr großer Mehrheit eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde beschlossen.