Berlin (dpa) - Die Linke sieht in der jüngsten US-Spionageaffäre das Kanzleramt in der Verantwortung. "Alle Finger zeigen auf das Kanzleramt und dessen Chef", sagte Parteichef Bernd Riexinger der "Rheinischen Post". Wenn die Spionageabwehr offenkundig noch nach den Mustern des Kalten Krieges funktioniere, stelle sich die Frage nach der politischen Verantwortung für eine Fehlsteuerung. Beim BND soll seit zwei Jahren ein Spion der US-Geheimdienste gearbeitet haben. Offiziell wurde nur bestätigt, dass ein 31-jähriger Deutscher unter dem dringenden Verdacht der Agententätigkeit festgenommen wurde.