Chimaltenango (AFP) In Guatemala ist erstmals eine ehemaliger Guerillero wegen eines Massakers an Zivilisten während des Bürgerkrieges (1960-1996) verurteilt worden. Das Gericht in Chimaltenango, 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt, befand Fermín Solano des Massenmordes und des Verbrechens gegen die Menschlichkeit für schuldig und verhängte gegen ihn eine 90-jährige Gefängnisstrafe. Er war demnach verantwortlich für das Massaker an 22 Ureinwohnern im November 1988 in dem Dorf El Aguacate. Die Guerilleros warfen den dort lebenden Bauern vor, mit den Streitkräften des Landes zu kollaborieren.