Kairo (dpa) - Ein ägyptisches Gericht hat Todesurteile gegen zehn führende Mitglieder der islamistischen Muslimbrüder bestätigt. 37 weitere Führungspersönlichkeiten der Organisation müssen nach einem Richterspruch lebenslänglich in Haft.

Unter ihnen ist auch das Oberhaupt der inzwischen verbotenen Muslimbrüder, Mohammed Badie. Die Angeklagten sollen für tödliche Gewalt bei Protesten verantwortlich sein. Ein anderes Gericht hatte Badie und andere führende Mitglieder der Muslimbrüder zuvor bereits zum Tode verurteilt. Seit dem Sturz des aus der Muslimbruderschaft stammenden Präsidenten Mohammed Mursi vor einem Jahr geht die Justiz massiv gegen die Bewegung vor.