Köln (dpa) - In der Schwerelosigkeit im All sind Seifenblasen wesentlich stabiler als auf der Erde. Das fand der deutsche Astronaut Alexander Gerst in einem Versuch auf der Internationalen Raumstation ISS heraus.

Zieht die Erdanziehungskraft nicht mehr an den Seifenblasen, dann sind deren Wände dicker. Auch ein Nadelstich macht ihnen dann nichts aus und sie überdauern deutlich länger, berichtete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Mittwoch in Köln.

Im Schnitt halte eine Seifenblase eine Minute lang, berichtete Gerst. Tests auf der Erde ergaben laut DLR, dass Seifenblasen im Schnitt schon nach 20 bis 30 Sekunden platzten. Ohne Schwerkraft-Einfluss könne die Hülle, die aus einer Wasserschicht zwischen zwei Seifenschichten besteht, stabil bleiben, lautet die Erklärung der DLR-Experten. Auf der Erde sammele sich die Wasserschicht der Hülle am Boden, die Hülle werde immer dünner, bis sie schließlich reiße.

Das im europäischen Forschungslabor Columbus vorgenommene Experiment war im Schülerwettbewerb "Aktion 42" vorgeschlagen worden.

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