Beirut (AFP) Einen Monat nach Verkündung einer Amnestie für tausende Gefangene in Syrien fühlen sich viele Angehörigen der Häftlinge von Machthaber Baschar al-Assad betrogen. Laut Anwälten wurden seit Verkündung der Amnestie anlässlich von Assads umstrittener Wiederwahl am 9. Juni weniger als 1500 Häftlinge freigelassen, die wenigsten davon politische Aktivisten. Theoretisch hätten gemäß der Amnestie mehrere zehntausend Gefangene freikommen sollen, die während des mehr als dreijährigen Bürgerkriegs auf der Grundlage der Anti-Terror-Gesetze festgenommen worden waren.