Berlin (dpa) - Eine "persona non grata" ist eine unerwünschte Person oder ein nicht gern gesehener Mensch. Der Begriff aus dem Lateinischen wird vor allem in der Diplomatie verwendet.

Nach dem "Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen" kann ein Staat einem anderen jederzeit mitteilen, dass der Missionschef oder ein Mitglied des diplomatischen Personals eine persona non grata ist. Dies geschieht meist nach politischem oder strafrechtlichem Fehlverhalten.

Diplomaten genießen im Gastland im Regelfall Immunität. Die Staaten können sie nicht zur Rechenschaft ziehen - und sie nur des Landes verweisen, wenn sie sie, etwa bei Spionageverdacht, zur unerwünschten Person erklären.