Bremen (dpa) - In Norddeutschland gibt es zwar keine hohen Berge, dafür aber Deiche. Und die stellen Sonnenanbeter und Grillfans vor Herausforderungen. Denn bequemes Sitzen in Schräglage ist gar nicht so einfach.

Der Bremer Christian Spilker hatte irgendwann die Nase voll vom ewigen Hin- und Herrutschen auf dem Po und erfand die "Deichbremse": ein Hocker, bei dem die Stuhlbeine vorne länger sind als hinten. Nach einigem Tüfteln entwickelte er ein Stecksystem aus zwei Seitenteilen, zwei Querhölzern und einem Stofftunnel, das sich in einer Tasche überall mit hinnehmen und mit wenigen Handgriffen aufbauen lässt.

Der Prototyp war im vergangenem Sommer fertig und sorgte gleich für Aufsehen an der Weser. "Jedes Mal, wenn ich am Deich saß, wurde ich drauf angesprochen", erzählt der 38-Jährige. Aus dem Hobby wurde schnell ein kleines Geschäft. Etwa 30 "Deichbremsen" hat der selbstständige Werbetechniker bisher verkauft.

In zwei Wochen will er die Musikfans auf dem Open-Air-Festival "Breminale" am Bremer Osterdeich zum Probesitzen einladen. Ein Getränkehalter an den schrägen Hockern sorgt dann dafür, dass auch das Feier-Bier auf dem abschüssigen Gelände nicht umkippt.

Deichbremse