New Orleans (dpa) - Zwei Tage nach seinem 103. Geburtstag ist der Jazz-Trompeter Lionel Ferbos gestorben. Er sei am Samstag friedlich im Kreise seiner Familie in seinem Haus eingeschlafen, meldete der Lokalsender WWL-TV unter Berufung auf die Familie des Musikers.

Ferbos war noch am Donnerstag auf seiner Geburtstagsfeier dabei. Er konnte zwar nicht mehr spielen, posierte aber mit Verehrern für Fotos.

Ferbos galt als eine Ikone des New-Orleans-Jazz'. Er hatte mit vielen Größen der Südstaatenmusik gespielt. Im März hatte er seinen letzten Auftritt, doch dann verschlechterte sich seine Gesundheit. "Ich war immer krank", hatte er vor vier Jahren in einem Interview gesagt. "Ein Arzt sagte mir, dass ich nicht sehr alt werden würde. Damals war ich etwa 50." Ferbos war zum Zeitpunkt des Interviews 99.