Frankfurt/Main (SID) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geht weiter fest von einem Verbleib Joachim Löws als Bundestrainer aus. "Wir haben im Oktober für klare Verhältnisse gesorgt. Es ist alles besprochen", sagte Niersbach dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, nachdem Löw zuletzt wiederholt Fragen nach seinen Absichten ausgewichen war. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte im Oktober den Vertrag mit Löw bis 2016 verlängert.

Gleichzeitig äußerte Niersbach Verständnis für das Zögern des Bundestrainers. "Ich kann es nachempfinden, weil er das alles für sich verarbeiten muss. Er war so fokussiert auf diese WM", sagte Niersbach im Aktuellen Sportstudio des ZDF: "Wir wollen uns nächste Woche in Ruhe zusammensetzen und die Planungen angehen, bevor er in Urlaub geht. Wir wissen, dass wir einen Weltklassetrainer haben."

Niersbach bezeichnet die WM in Brasilien als Löws "Meisterwerk" und lobte: "Wie er diese Mannschaft gecoacht hat, mit dieser Ruhe. Er hat eine Autorität ausgestrahlt. Wenn in einer solchen Situation der Anführer wackelt, wird es problematisch. Das Gegenteil war der Fall."

An einer weiteren Zusammenarbeit bis zur EM 2016 in Frankreich habe er daher keinen Zweifel. "Jogis Berater Harun Arslan, mit dem wir den Vertrag ausgehandelt haben, war in Rio bei der Finalfeier dabei. Ich habe an dem Abend zu ihm gesagt: Wir haben alles richtig gemacht. Und er sagte: 'Ja'", so der DFB-Chef im Spiegel.