Kasan (SID) - Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) hat das zweite WM-Gold ihre Karriere knapp verpasst. Im Finale der Titelkämpfe von Kasan unterlag die 31-Jährige der Italienerin Rosella Fiamingo 11:15 und holte die Silbermedaille. Es war bereits das elfte WM-Edelmetall in ihrer erfolgreichen Karriere und die lang ersehnte erste deutsche Medaille der Titelkämpfe.

"Es ist toll, wieder eine Medaille gewonnen zu haben. Ich habe schon in den letzten Tagen gemerkt, dass ich gut drauf bin", sagte Heidemann: "Ich wäre natürlich gerne Weltmeisterin geworden, aber vielleicht war das  das Optimum, was möglich war."

Im Halbfinale hatte Heidemann die Estin Erika Kirpu souverän 15:10 besiegt. Zuvor hatte sie sich in einem dramatischen Viertelfinale durch ein 15:14 gegen die Weltranglistenerste Emese Szasz aus Ungarn eine Medaille gesichert. 

In der Runde der besten 32 verlor die zweimalige Europameisterin Imke Duplitzer (Halle) gegen Kong Man Wei aus Hongkong 13:15 und schied damit aus. In der ersten Hauptrunde war für Monika Sozanska (Leipzig) und die Heidenheimerin Ricarda Multerer Endstation

Bei den Herren schaffte kein Deutscher den Sprung ins Achtelfinale. Der zweimalige Europameister Jörg Fiedler schied als letzter Deutscher in der zweiten Runde mit einem 14:15 gegen den Esten Sten Priinits aus. In der ersten Runde verloren Falk Spautz (Leverkusen) und der Tauberbischofsheimer Norman Ackermann. Christoph Kneip (Leverkusen) war in der Qualifikation gescheitert und belegte Platz 70.