Köln (SID) - Trotz des erschreckend geringen Zuschauerinteresses beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim sieht die nationale Konkurrenz am Nürburgring keinen Anlass zur Sorge um die eigene Zukunft. "Im letzten Jahr waren wir am Nürburgring mit insgesamt 110.500 Zuschauern am Formel-1-Wochenende zufrieden. Ich bin zuversichtlich, dass der Nürburgring seine Attraktivität behalten wird. Von einem 'deutschen' Problem möchte ich daher nicht sprechen", sagte Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH (CNG), am Montag dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Den geringen Andrang in Hockenheim -  offiziell waren es am Sonntag 52.000 Fans - nannte Schumacher "bedauerlich", ob er die eigene Verhandlungsposition stärke, wollte der CNG-Geschäftsführer nicht bewerten: "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns in die Angelegenheiten zwischen Herrn Ecclestone und dem Hockenheimring nicht einmischen."

Im vergangenen Monat hatte die CNG ein grundsätzliches Übereinkommen mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone vermeldet, den Deutschland-Grand-Prix, der bislang im jährlichen Wechsel mit Hockenheim stattfindet, ab 2015 für mindestens fünf Jahre exklusiv in die Eifel zu holen. Die genauen Konditionen würden derzeit weiterhin verhandelt, Ziel sei ein Vertragsabschluss "in den nächsten Monaten", sagte Schumacher nun. Zündstoff ergibt sich daraus, dass der Hockenheimring laut eigener Aussage einen Vertrag für die Austragung des Rennens in den Jahren 2016 und 2018 ohne Ausstiegsklausel besitzt.