Bremen (SID) - Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hat die Kritik aus Politik und Sport an seiner angestrebten Kostenbeteiligung der Bundesligavereine an Polizeieinsätzen bei Fußballspielen zurückgewiesen. Die Pläne schienen "einer Majestätsbeleidigung gleichzukommen", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Den Einwand der Deutschen Fußball Liga (DFL), dass die Sicherheit rund um die Stadien Aufgabe des Staates und der Vorstoß aus der Hansestadt unvereinbar mit der Verfassung sei, bezeichnete Mäurer als "groben Unsinn. Wir können uns selbstverständlich über das Gebührenrecht gewisse Kosten erstatten lassen".

Mäurer will der DFL in Zukunft die Kosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Risikospielen in Rechnung stellen. "Wir sind nicht in der Lage, die vielen Tausend Überstunden zu bezahlen, die in den letzten Jahren angefallen sind. Und wir sehen auch nicht, dass sich die Entwicklung bessert, im Gegenteil. Deswegen halten wir es für angemessen, dass die DFL sich an den Kosten beteiligt", sagte der 63-Jährige.