Gelsenkirchen (SID) - Der Prozess gegen zwei Hooligans wegen Ausschreitungen beim Revierderby zwischen den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund am 23. Oktober vergangenen Jahres hatte ein Nachspiel. Der PKW des Anwalts, in dem auch die beiden ehemaligen Dortmunder Ultras saßen, wurde auf der Rückfahrt von maskierten Männern gestoppt und demoliert. Das berichtet die WAZ. Drei Tatverdächtige wurde von der Polizei gefasst.

Zuvor waren die beiden Hooligans vor dem Amtsgericht in Gelsenkirchen-Buer wegen Randale beim Derby zu zwei Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung nach Jugendstrafrecht sowie im zweiten Fall zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen a 10 Euro verurteilt worden.

Nach der Verhandlung befand sich der Rechtsanwalt mit den Ultras in seinem Pkw auf dem Weg vom Amtsgericht nach Hause. Nach Angaben von drei Zeugen wurden sie auf dem Weg zur Autobahn von Fahrzeugen verfolgt und später angehalten. Die Angreifer schlugen auf das Fahrzeug ein und beschädigten es nach Angaben der Polizei erheblich. Der 48 Jahre alte Anwalt konnte mit dem Wagen flüchten und alarmierte anschließend die Polizei.