Kabul (dpa) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dringt im innerafghanischen Streit über das Ergebnis der Präsidentenwahl auf eine schnelle Lösung.

Nach einem Gespräch mit dem scheidenden Präsidenten Hamid Karsai machte sie in Kabul deutlich, dass eine zusätzliche Verzögerung des Wahlprozesses die Planung der Nato für ein weiteres Engagement beeinträchtigen könnte. "Das macht die Zeitlinie noch schwieriger, aber nicht unmöglich", sagte sie mit Blick auf den Nato Gipfel am 4. und 5. September.

Der Kampfeinsatz der Nato läuft zum Jahreswechsel nach 13 Jahren aus. Als Voraussetzung für eine Nachfolgemission zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte muss der neue Präsident ein Abkommen unterzeichnen, das ausländischen Soldaten Schutz vor Strafverfolgung durch die afghanische Justiz gewährt. Die neue Mission soll auf dem Nato-Gipfel beschlossen werden.

Um die Nachfolge Karsais streiten sich Ex-Außenminister Abdullah Abdullah und der frühere Finanzminister Ashraf Ghani. Das Ergebnis einer Stichwahl wird derzeit neu ausgezählt.

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