Erste Todesopfer von Flug MH17 in die Niederlande gebracht

Eindhoven (dpa) - Ein Land in Trauer hat am Mittwoch die ersten in die Heimat gebrachten Todesopfer des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine empfangen. Das niederländische Königspaar, Regierungschef Mark Rutte und zahlreiche Angehörige warteten auf dem Flughafen Eindhoven, als am Nachmittag ein Transportflugzeug die ersten Särge mit den sterblichen Überresten aus Charkow brachte. Bis zum Freitag sollen alle geborgenen Leichen vom Absturzort in der Ostukraine in die Niederlande gebracht werden, teilte die Regierung in Den Haag mit. Am Donnerstag sollten nach Angaben des niederländischen Krisenstabes 74 Särge in Eindhoven ankommen.

Mehr als 700 Opfer im Gazastreifen

Gaza/Tel Aviv (dpa) - Die israelischen Streitkräfte haben in der Nacht ihre Angriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Augenzeugen zufolge fiel der Strom aus, nachdem das wichtigste Kraftwerk des Küstengebiets getroffen wurde. Menschen gerieten in Panik. Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen stieg die Zahl der Toten weiter. Wie der Leiter der Rettungskräfte im Gazastreifen, Aschraf al-Kidra, sagte, kletterte die Zahl der Opfer in dem Gebiet auf 707. Mehr als 4500 Menschen seien verletzt worden. Auf israelischer Seite kamen bislang mindestens 32 Soldaten und zwei Zivilisten ums Leben. Zu einer möglichen Waffenruhe gab es am Abend widersprüchliche Signale.

Parlamentarier kritisieren Einstellung der Israel-Flüge

Berlin (dpa) - Mitglieder der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Bundestags kritisieren die Einstellung von Flugverbindungen nach Tel Aviv. Der Grünen-Politiker Volker Beck, der der Gruppe vorsitzt, forderte in der "Rheinischen Post", die Lufthansa solle keine Gelegenheit ungenutzt lassen, den Flugverkehr nach Israel wiederherzustellen. Fluggesellschaften hätten auch Verantwortung für die Menschen, die auf einen funktionsfähigen Flugverkehr angewiesen seien. Wegen anhaltender Raketengefahr in Israel fliegen neben vielen internationalen Airlines auch die deutschen Gesellschaften Lufthansa und Air Berlin den Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv derzeit nicht an.

Zweifacher Mörder in USA qualvoll hingerichtet

Phoenix (dpa) - Erneute Exekutionspanne in den USA: Ein zweifacher Mörder ist im Bundesstaat Arizona nach einem fast zweistündigen Todeskampf qualvoll gestorben. Noch etwa eine Stunde nach der Injektion der tödlichen Giftspritze habe der 55 Jahre alte Joseph Wood geschnaubt und nach Luft geschnappt, schrieben seine Verteidiger in einem Eilantrag an ein Gericht, um die Hinrichtung zu stoppen. Wood starb erst rund zwei Stunden, nachdem ihm der Gift-Cocktail verabreicht wurde, wie die "Washington Post" berichtete.

"SZ": Deutschlands Arztpraxen für Behinderte schlecht zugänglich

Berlin (dpa) - Die meisten Arztpraxen in Deutschland sind für Behinderte schlecht zugänglich. Nur 22 Prozent der Arztpraxen für Allgemeinmedizin verfügten über einen für Rollstühle geeigneten Zugang oder einen Aufzug, meldet die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstag) unter Berufung auf eine Bundestagsanfrage der Linken. Am besten sieht es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bei den Radiologen aus, bei denen gut jede dritte Praxis als barrierefrei eingestuft wird. Am schlechtesten schneiden demnach Zahnärzte und Kieferchirurgen ab: Nur 15 Prozent ihrer Praxisräume sind für Rollstuhlfahrer erreichbar.

UN: Lage im Südsudan zur "Mega-Krise" ausgewachsen

New York (dpa) - Die Lage im Südsudan hat sich nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) zu einer "Mega-Krise" entwickelt. Das Land stehe vor einer "wirklichen Katastrophe", sagte der Einsatzleiter des UN-Büros für Nothilfekoordination (Ocha), John Ging, am Mittwoch in New York. Gewalt und Vertreibung legten die Landwirtschaft lahm, dem Land drohe eine Hungersnot. Die Situation im Südsudan verschlechtere sich schneller als in Krisenstaaten wie Syrien oder der Zentralafrikanischen Republik, sagte Ging.