München (SID) - Die als Dopingsünderin für zwei Jahre gesperrte Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle wird nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS über ihre Zukunft entscheiden. "Ich muss das Verfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof abwarten. Wieder so eine Zitterpartie. Dann entscheide ich, ob ich ein Comeback starte oder nicht", sagte die 33-Jährige im Interview mit dem Magazin stern.

Sachenbacher-Stehle wurde während der Winterspiele in Sotschi das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen, der Weltverband IBU belegte die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin mit der Maximalsperre von zwei Jahren. Die erfahrene Athletin hatte den positiven Test vom 17. Februar mit der Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels erklärt.

Bereits eine Reduzierung der Sperre um sechs Monate würde ihr den Wiedereinstieg in den Wettkampfsport in der Saison 2015/2016 ermöglichen. Laut Marc Heinkelein, dem Anwalt der zweimaligen Langlauf-Olympiasiegerin, befindet sich die Berufung derzeit in Vorbereitung. Er sei optimistisch, dass der CAS die Sperre verkürzen wird, erklärte Heinkelein per Pressemitteilung. 

Sachenbacher-Stehle könne als jemand, der "unbewusst ein kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel" zu sich genommen habe, nicht behandelt werden wie ein Epo-Dopingsünder, zumal die gefundene Konzentration des verbotenen Stoffes "objektiv gar nicht geeignet war, die sportliche Leistung in irgend einer Art und Weise zu steigern", so der Jurist: "Wir sind ? insbesondere auch im Hinblick auf die aktuellen Powell- und Simpson-Entscheidungen ? daher sehr zuversichtlich, dass das CAS die Sperre deutlich reduzieren wird."

Am Tag vor dem Urteil der IBU hatte der CAS vergangene Woche die Dopingsperren der jamaikanischen Leichtathleten Asafa Powell und Sherone Simpson von ursprünglich 18 Monaten auf sechs Monate verkürzt. Beide waren im vergangenen Sommer positiv auf das verbotene Stimulans Oxilofrin getestet worden.