Frankfurt/Wilhelmshaven (dpa) - Mit einer DNA-Datenbank zu Nordsee-Tieren wollen Forscher das Wissen über bedrohte Arten und kommerziell wichtige Fische verbessern. Biodiversitätsforscher haben bislang Erbgutinformationen von mehr als 500 Arten und 3500 Individuen gespeichert, darunter sind auch Knurrhähne und Krebse.

"Unsere "Sequenzbibliotheken" beinhalten sogenannte DNA-Barcodes - genetische Identifizierungs-Codes, vergleichbar mit dem Strichcode an der Supermarktkasse - sowie weitere molekularbiologische Marker", sagte Michael Raupach vom Senckenberg am Meer am Donnerstag in Wilhelmshaven. Durch den Vergleich mit den gespeicherten Daten in einer solchen Bibliothek könnten einzelne Individuen schneller erkannt und Veränderungen bei den Nordsee-Tieren zeitnah dokumentiert werden.

Die Bibliothek mit den Strichcodes soll unter anderem auch bei der Identifizierung von eingeschleppten Arten helfen. Die Informationen seien auch zur Risikoabschätzung bei Hafenprojekten wertvoll.

Erste Ergebnisse sind in den Fachjournalen "Molecular Ecology Resources" und "Organisms, Diversity & Evolution" erschienen.

Senckenberg-Forschung