Köln (SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) wünscht sich angesichts der Überlegenheit der Silberpfeile eine Nachhilfestunde in den Produktionshallen des Mercedes-Werksteams. "Ich würde meine Motorentechniker gerne einmal durch die Mercedes-Fabrik führen und das Geheimnis lüften, wie man aus dem Motor mehr Leistung rausholt", sagte der 27 Jahre alte Red-Bull-Pilot der Bild-Zeitung vor dem Abschied in die Sommerpause.

Vettels Weltmeister-Team war in der ersten Saisonhälfte meist chancenlos gegen die Konkurrenz mit WM-Spitzenreiter Nico Rosberg (Wiesbaden) und Ex-Weltmeister Lewis Hamilton (England), der unterlegene Motor von Renault ist der Hauptgrund für den deutlichen Rückstand. Gleichzeitig schnitt Vettel allerdings auch deutlich schlechter ab als sein neuer Teamkollege Daniel Ricciardo. Der Australier holte im neuen RB10 zwei Überraschungssiege.

"Es ist ein Fakt, dass es mir in diesem Jahr zu selten gelungen ist, meinen Teamkollegen zu schlagen", sagte Vettel dazu bei Sport Bild: "Daniel macht seine Sache sehr, sehr gut, und ich war hier und da einfach nicht auf gleicher Höhe. Das respektiere ich." Nach elf von 19 Rennen wolle er aber "nicht gleich den Autoschlüssel aus dem Fenster" werfen: "Für mich ist das kein Versagen, denn meine Gegner sind ja auch keine Pappnasen."