Hamburg (SID) - Nach der Millionen-Zusage von Investor Klaus-Michael Kühne treibt Fußball-Bundesligist Hamburger SV seine Personalplanungen voran. "Wir haben viel besprochen. Dass wir eine Mannschaft zusammenstellen, die es ermöglicht, sportlich stabil zu sein. Und dass wir an den sportlichen Strukturen arbeiten müssen, dass wir den Schwerpunkt auf den Kernbereich Fußball legen müssen. Das heißt: die Ausbildung von Spielern, Trainern", sagte HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer der Sport Bild.

Milliardär und Edel-Fan Kühne will nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts mit einer Summer zwischen 15 und 20 Millionen Euro bei den Hanseaten einsteigen und so dem finanziell angeschlagenen Traditionsklub Handlungsspielraum für Verstärkungen verschaffen. Mit den neuen finanziellen Mitteln sollen die beiden Wunschspieler Nicolai Müller (26/Mainz) und Matthias Ostrzolek (24/Augsburg) schnellstmöglich an die Elbe gelotst werden. Und auch der Schweizer Mittelfeld-Abräumer Velon Behrami (29/Neapel) steht bei den Hamburgern hoch im Kurs.

Bereits bei der HSV-Saisoneröffnung am vergangenen Wochenende hatte Beiersdorfer das Anforderungsprofil an neues Personal genannt. "Mentalität und Charakter geht im Moment vor Talent. Wenn wir das schaffen, können wir bald auch wieder einen Zauberer nach Hamburg holen", sagte der 50-Jährige.

Beiersdorfer warnt eindringlich davor, beim HSV in naher Zukunft von der Europacup-Teilnahme zu träumen. "Wir müssen uns erst einmal sportlich stabilisieren und finanziell konsolidieren. Wir müssen eine Basis haben, auf der man aufbauen kann. Wir müssen den Anschluss wiederherstellen. Das ist nicht leicht", sagte der Klubchef.