Köln (SID) - Bundestrainer Henning Lambertz hat drei Wochen vor den Europameisterschaften in Berlin (13. bis 24. August) die Erwartungen an die deutschen Schwimmer gedämpft. "Von Jahr zu Jahr wird immer auf den Knall gewartet, dass Deutschland wieder wie ein Pilz aus dem Boden schießt und wieder erfolgreich ist. Das wird nicht passieren", sagte der 43-Jährige bei t-online.de.

Die Konzepte und Ideen, die man versuche zu verwirklichen, könne man jetzt erst anfangen und anstoßen. "Wir versuchen, die Kinder und Jugendlichen so zu fördern und zu fordern, dass sie bis 2016, eigentlich wirklich erst bis 2020, den richtigen Weg gegangen sind", sagte Lambertz: "Dann werden wir auch die Erfolge wieder feiern, wie sich das alle in Deutschland erhoffen."

Ein Erfolg wäre die Schwimm-EM für Lambertz, "wenn wir zehn Medaillen gewonnen haben". Auf die Jugend kann er dabei noch nicht setzen, die Etablierten müssen es richten. "Im Moment sind wir sehr abhängig von ein paar großen Namen", sagte er: "Da hoffen wir darauf, dass diese großen Namen auch alle gesund und fit ins Rennen reingehen können."

Das gesamte Team sei sich der "besonderen Verantwortung" in Berlin bewusst: "Im eigenen Land will man den Zuschauern natürlich eine tolle Show bieten und auch gute Ergebnisse zeigen."