Berlin (SID) - Die zweimalige Weltmeisterin Angela Maurer hat die 50. EM-Medaille für die deutschen Freiwasserschwimmer deutlich verpasst. Zum Auftakt der Europameisterschaften in Berlin kam die Olympiafünfte aus Mainz auf der Regattastrecke Grünau über zehn Kilometer nur als 13. ins Ziel. Der Rückstand auf die niederländische Siegerin Sharon van Rouwendaal (1:56:06,9 Stunden) betrug 4:33,5 Minuten. Silber ging an Olympiasiegerin Eva Risztov (Ungarn) vor Aurora Ponsele (Italien).

"Es war einfach nicht mein Tag. Man muss auch mal Niederlagen akzeptieren", sagte Maurer, bei der WM vor einem Jahr in Barcelona noch Dritte über die olympische Distanz. Die 39-Jährige hat in Berlin noch eine zweite Chance auf ihre 21. internationale Medaille. Am Sonntag (10.00 Uhr) zählt die Doppel-Europameisterin von 2006 über 25 Kilometer zu den Favoritinnen.

Überschattet wurde der EM-Auftakt vor rund 200 Zuschauern auf der Olympiastrecke der Kanuten und Ruderer von 1936 von einem Zwischenfall. Die völlig erschöpfte Polin Natalie Charlos, die in Elmshorn lebt und trainiert, verlor kurz vor dem Ziel das Bewusstsein. Nach der Erstbehandlung durch den deutschen Teamarzt Alexander Beck war die 21-Jährige "in stabilem Zustand".  

Die deutsche Vizemeisterin Finnia Wunram (Magdeburg) schlug als 14. an. Die deutsche Meisterin Svenja Zihsler (Würzburg) landete auf Platz 17. Maurers Medaillenchance war schon zur Halbzeit dahin: Mit mehr als einer Minute Rückstand lag sie nur auf Rang 15, vor der letzten der vier Runden war der Abstand auf 3:16,9 Minuten angewachsen.