Zürich (SID) - Der frühere Weitsprung-Europameister Christian Reif (Rehlingen) ist sicher ins Finale der Leichtathletik-EM in Zürich eingezogen. Der 29-Jährige kam im zweiten Versuch auf 8,02 m und blieb damit über der geforderten direkten Qualifikations-Weite (8,00). Der Kampf um die Medaillen findet am Sonntag (15.56 Uhr/ZDF und Eurosport) statt, dann peilt Reif nach 2010 in Barcelona erneut Gold an.

"Es ist nicht einfach, hier zu springen. Ich bin bei meinem zweiten Versuch deutlich vor dem Brett abgesprungen, trotzdem ging es über acht Meter. Das ist nicht so schlecht", sagte Reif: "Ich will im Medaillenkampf mitmischen, es wird ein harter Fight." 

Reif hatte bei den deutschen Meisterschaften in Ulm mit 8,20 m Platz zwei hinter Prothesenspringer Markus Rehm (Leverkusen/8,24) belegt. Der Leverkusener war allerdings nicht für die EM nominiert worden, da er womöglich durch seine Prothese Vorteile hat.  

Gescheitert ist derweil in Zürich Titelverteidiger Sebastian Bayer (Hamburg), der nicht über indiskutable 7,56 m und Platz 22 hinaus kam. Auch für Julian Howard (Karlsruhe) war mit Platz 19 und 7,61 m in der Qualifikation Endstation.

Wie Reif, der mit 8,49 m als Europas Nummer zwei nach Zürich gekommen war, zog auch Olympiasieger Greg Rutherford, mit 8,51 m Weltranglistenerster, nach einem Sprung auf 8,03 m ins Finale ein. Der russische Weltmeister Alexander Menkow scheiterte hingegen mit 7,73 m. Die beste Qualifikations-Weite erzielte der Grieche Louis Tsatoumas mit 8,19 m.