Tromsø (SID) - Die Schach-Olympiade im norwegischen Tromsö ist von zwei Todesfällen überschattet worden. Ein Spieler von den Seychellen starb am Donnerstagnachmittag, nachdem er während einer Partie einen Herzinfarkt erlitten hatte. In der Nacht zum Freitag wurde ein Teilnehmer aus Usbekistan tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Laut Polizei und Veranstaltern vom Weltschachverband Fide starben beide Spieler eines natürlichen Todes. 

Der Zusammenbruch des Spielers von den Seychellen während einer Partie hatte in der Mack-Halle in Tromsö kurzzeitig tumultartige Szenen ausgelöst. Einige Zuschauer und Spieler hielten den Defibrilator, mit dem Rettungskräfte den Mann zu retten versuchten, offenbar für eine Waffe und vermuteten einen terroristischen Angriff. Die Spiele wurden nach dem Zwischenfall für mehrere Stunden unterbrochen.