Courchevel (SID) - Die deutschen Skispringer haben beim dritten Sommer-Grand-Prix des Jahres in Courchevel die Podestplätze verpasst. Bester DSV-Springer war Vorjahressieger Andreas Wellinger, der sich in Frankreich beim Sieg des Norwegers Andreas Stjernen mit dem sechsten Rang begnügen musste. 2013 hatte es in Courchevel noch einen deutschen Dreifach-Sieg gegeben: Wellinger gewann vor Andreas Wank und Michael Neumayer.

In Abwesenheit des Team-Olympiasiegers und Skiflug-Weltmeisters Severin Freund, der eine Wettkampfpause eingelegt hat, wurde Daniel Wenig Zwölfter, Neumayer erreichte den 17. Platz. Markus Eisenberger belegte den 24. und letzten Platz im Finale.

Stjernen entschied das Springen mit 375,5 Punkten knapp vor seinem Landsmann Philipp Sjoeen (374,3) für sich und feierte seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (Polen/371,2) wurde Dritter.

Der Wettkampf in Courchevel war vorerst der letzte, der im neuen Wettkampfmodus ausgetragen wurde. Mit den Tests bei den Sommerstationen in Wisla und Einsiedeln habe man "genug Daten gesammelt, um intern mit dem Coordination-Board der FIS Diskussionen durchzuführen", sagte Renndirektor Walter Hofer. Bei den kommenden Sommerstationen in Hakuba und Almaty wird wieder das alte System angewandt: "So gewinnen wir Zeit, um eventuell weitere Anpassungen bei den restlichen Wettkämpfen durchzuführen", sagte Hofer.

Welcher Modus bei den letzten Wettbewerben in Hinzenbach (27./28. September) und Klingenthal (3./4. Oktober) zum Einsatz kommen werden, ist noch offen - ebenso, ob das System wie ursprünglich angedacht auch bei den Skiflug-Weltcups im Winter genutzt wird. 

In dem Modus wurden die 48 besten Athleten der Qualifikation in vier Gruppen mit je zwölf Teilnehmern eingeteilt. Die sechs besten Springer jeder Gruppe qualifizierten sich für den zweiten Durchgang. Über den Sieg entschied schließlich die Gesamt-Punktzahl aus allen drei Sprüngen.