Spa (SID) - Der Große Preis von Belgien gehört zu den Lieblingsrennen vieler Fahrer. Alles Wissenswerte über die "Ardennen-Achterbahn": 

REKORDSIEGER: Eine Legende vor der anderen: Michael Schumacher hat mit sechs Siegen knapp die Nase gegenüber Ayrton Senna vorn, der fünfmal triumphierte. Bemerkenswert: Zwischen 1985 und 2002 holten der Kerpener und der Brasilianer zusammen elf von 18 möglichen Siegen.

SCHNELLSTER: Den Streckenrekord hält Sebastian Vettel seit 2009. Der viermalige Weltmeister umkurvte die 7,004 km lange Strecke in den Ardennen in 1:47,263 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 235,070 km/h entspricht.

WETTER: Die Kälte und der Regen sind legendär, am Morgen darf's auch noch ein bisschen Nebel sein. Vor allem wenn es schüttet - und das passiert regelmäßig - wird die anspruchsvolle Strecke zur echten Herausforderung und trennt die Männer von den Mäusen.

PREMIERE: Der erste Grand-Prix-Sieg von McLaren erreichte den Sieger erst mit Verspätung. Teamgründer Bruce McLaren fuhr 1968 über die Ziellinie - und dachte, er wäre Zweiter. Gefreut hatte er sich trotzdem. Noch größer wurde der Jubel allerdings, als ihm ein Mechaniker mit viel Geduld klar machen könnte, dass er gerade Geschichte geschrieben hatte.

PREMIERE II: Der Circuit de Spa-Francorchamps war auch der Startpunkt der erfolgreichsten Karriere in der Formel 1. Am 25. August 1991 kam Michael Schumacher wegen eines technischen Defekts zwar nur 500 Meter weit, doch die beeindruckenden Leistungen in Training und Qualifying sorgten dafür, dass der Kerpener fortan zum Formel-1-Zirkus gehörte.

DAS MANÖVER: Was Mika Häkkinen 2000 im direkten Duell mit Michael Schumacher veranstaltete, gilt unter vielen Experten immer noch als das beste Überholmanöver der Geschichte. Der Finne schnappte sich den Führenden Schumacher bei der gemeinsamen Überrundung von Ricardo Zonta, als er rechts an Zonta vorbeizog und anschließend in der Kurve Les Combes Schumacher ausbremste.

DER FLIEGENDE FRANZOSE: Nur mit viel Glück entging die Formel 1 im Jahr 2012 einer Katastrophe, als Romain Grosjean sich nach einem ungestümen Manöver am Start überschlug und nur einen halben Meter von Fernando Alonsos Kopf entfernt auf dessen Ferrari krachte. Der Spanier, der zu diesem Zeitpunkt die WM-Wertung anführte, musste den Titel letztlich mit drei Punkten Rückstand Sebastian Vettel überlassen. "Einen Titel verloren, aber ein Leben gewonnen" freut sich der Spanier trotzdem immer noch über sein großes Glück.