Manila (SID) - Dem philippinischen Box-Champion und Kongressabgeordneten Manny Pacquiao hat im Steuerhinterziehungsverfahren gegen ihn zumindest die erste Runde gewonnen. Der oberste Gerichtshof in Manila entschied, dass der mehrmalige Weltmeister während des laufenden Verfahrens keine Vorauszahlungen in Höhe von mehr als 75 Millionen Dollar (56,5 Millionen Euro) zu leisten hat. Auch wurde der Regierung untersagt, Besitztümer des Boxers zu beschlagnahmen.

"Ich bin froh, dass ich mich jetzt auf das Training für meinen nächsten Kampf konzentrieren kann", sagte Pacquiao, der im November in Macau, einer chinesischen Sonderwaltungszone, seinen Weltergewichts-Titel der WBO gegen den noch ungeschlagenen US-Herausforderer Chris Algieri verteidigen will.

Die philippinischen Behörden fordern für die Jahre 2008 und 2009 eine Steuernachzahlung von knapp 38 Millionen Euro. Der philippinische Präsident Benigno Aquino hatte der Steuerhinterziehung in seinem Land den Kampf angesagt. Manny Pacquiao gilt dabei als prominentestes Ziel der Fahnder.