Hannover (dpa) - Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel hat mehr Zeit für die Suche nach einem Endlager für atomare Abfälle gefordert. "Wir müssen damit rechnen, dass wir zwei bis drei Jahrzehnte länger brauchen als im Standortauswahlgesetz eingeplant", sagte der Grünen-Politiker der "Neuen Presse" in Hannover. Viel intensivere Forschungen seien nötig. Der Minister zweifelte an, dass Deutschland bis 2031 einen Standort für die Endlagerung finden kann. "Das halte ich nicht für machbar", sagte er. Auch die Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle müsse neu überdacht werden.