Berlin (dpa) - Weil die rasant fortschreitende Ebola-Epidemie alle medizinische Hilfe beansprucht, sterben in Sierra Leone, Liberia und Guinea immer mehr Menschen an anderen Krankheiten. Vielerorts seien zudem Gesundheitsstationen unbesetzt, weil die örtlichen Kräfte sich selbst mit Ebola infiziert hätten oder aus Angst vor Ansteckung nicht zur Arbeit gingen, berichtet Ärzte ohne Grenzen. Das habe zur Folge, dass es auch immer mehr Menschen behandelbaren Krankheiten wie Malaria oder Durchfall sterben. Erneut forderte MSF die westlichen Regierungen auf, umgehend ein Hilfsprogramm zu starten.