Hamburg (dpa) - Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, tritt für eine Verhandlungslösung des Ukrainekonfliktes unter Einbeziehung der USA und der EU ein.

Man müsse auf einen Waffenstillstand drängen, der vor allem für die Ukraine "einen großen Kompromiss" bedeute, sagte der frühere Diplomat dem Magazin "Stern". Auch eine Beteiligung der Separatisten an Verhandlungen halte er für möglich.

"Die Nato wird keinen Krieg um die Ukraine führen", sagte Ischinger. "Die Regierung in Kiew muss akzeptieren, dass sie ihre Ziele in der Ostukraine militärisch nicht durchsetzen kann. Denn Russland wird eine militärische Niederlage im Donbass nicht hinnehmen, und (Kremlchef Wladimir) Putin sitzt am längeren Hebel." Die Zeit für friedliche Lösungen sei knapp. "Das Eis, auf dem wir wandeln, ist immer noch sehr dünn."

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