Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben die Wirtschaftspolitik der großen Koalition als wachstumsschädlich kritisiert.

"Mütterrente, Rente mit 63 und Mindestlohn untergraben das Fundament für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in unserem Land", sagte Thomas Lindner, Vorsitzender des Kuratoriums der IMPULS-Stiftung und ehemaliger Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), am Mittwoch in Frankfurt.

Erste Folgen seien bereits zu spüren. Dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,2 Prozent gesunken ist, sei mit der Belastung des Russland-Geschäfts in der Ukraine-Krise allein nicht zu erklären: "Was wir brauchen, ist eine Politik, die privaten Investitionen mehr Spielraum gibt, um Deutschland auf Wachstumskurs zu halten."

Bei der Vorstellung einer Umfrage unter 191 VDMA-Mitgliedern hätten sich die Betriebe klar zu einer ordnungspolitisch fundierten Marktwirtschaft bekannt.

Allerdings befürchteten die Unternehmen für die nächsten fünf Jahre, dass die Kosten der staatlichen Maßnahmen deren Nutzen übersteigen werden und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit leiden werde. 69 Prozent rechnen demnach mit einer leichten, 19 Prozent sogar mit einer hohen Zunahme der Kosten.