Osnabrück (dpa) - Der Bauernverband wirft deutschen Handelsketten vor, die negativen Folgen des Einfuhrverbots für Lebensmittel nach Russland für Preissenkungen in Deutschland zu missbrauchen. Die aktuelle Verunsicherung der Märkte werde genutzt, um Einkaufspreise zu optimieren, sagte Verbandsgeschäftsführer Bernhard Krüsken der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Discounter Aldi hatte den Preis für 250 Gramm Butter von 99 auf 85 Cent gesenkt. Auf den deutschen Bauern lastet infolge des Einfuhrverbots ein starker Preisdruck. Europäische Anbieter weichen zunehmend auf den deutschen Markt aus, so Krüsken.