Berlin (AFP) Unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Wales hat Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak eine grundsätzliche Neuausrichtung der Beziehungen zwischen der Allianz und Russland gefordert. Die Verbündeten sollten bei Sicherheitsfragen nicht beschränkt werden, sagte Siemoniak der "Welt" (Donnerstagsausgabe). Vor allem aus Deutschland sei häufig der Hinweis auf die Grundakte über die gegenseitigen Beziehungen zwischen der NATO und der Russischen Föderation von 1997 zu hören. "Ich finde aber, man sollte diese Akte nicht ständig hervorrufen", sagte Siemoniak. "Die Nato muss ihre Mitglieder verteidigen und nicht auf Dokumente schauen."