Frankfurt/Main (dpa) - Auf den ersten Blick klingt es paradox: Wenn Banken Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken, müssen sie dafür einen negativen Zinssatz akzeptieren - mit anderen Worten: Sie müssen Strafzinsen bezahlen.

Die obersten Währungshüter senkten diesen sogenannten Einlagezins erneut, auf nun minus 0,2 Prozent. Hintergrund der Maßnahme: Banken sollen überschüssige Liquidität nicht bei der EZB parken, sondern das Geld in Form von Krediten an Verbraucher und Unternehmen weiterreichen. Ob Strafzinsen die Kredivergabe beflügeln ist allerdings umstritten.