Monza (SID) - Der Große Preis von Italien gehört zu den traditionsreichsten Rennen in der Formel 1, der Kurs im Königlichen Park von Monza strotzt vor Geschichte. Der Sport-Informations-Dienst (SID) hat alles Wissenswerte zusammengestellt.

REKORDSIEGER: Michael Schumacher ist der König von Monza. Der Rekordweltmeister sammelte fünf Siege auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke, so viele wie kein anderer Pilot. Und alle Erfolge gelangen dem Kerpener im Ferrari, auch so ein Grund für seine Beliebtheit bei den Tifosi. Die schnellste Rennrunde drehte im Jahr 2004 Rubens Barrichello in 1:21,046 Minuten - ebenfalls im Ferrari.

PREMIERE: Auch Sebastian Vettel hat eine ganz besondere Beziehung zu Monza. In gewisser Weise begann im Königlichen Park die Reise des Heppenheimers zu vier Weltmeistertiteln: 2008 feierte Vettel als Toro-Rosso-Pilot im Regen von Monza seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Damals war er 21 Jahre alt und ist seither der jüngste Rennsieger der Formel 1.

DINOSAURIER: Monza ist zweifellos der Dino unter den Formel-1-Strecken. 1922 erbaut, ist das Autodromo der älteste Kurs in der aktuellen Weltmeisterschaft. Seit dem Start der Königsklasse 1950 fand der Große Preis von Italien in jedem Jahr statt, und nur einmal - 1980 - wurde er nicht in Monza ausgetragen. Da kann keine andere Strecke mithalten.

VOLLGAS: Der Große Preis von Italien ist eine echte Highspeed-Veranstaltung. Über 77 Prozent einer Runde in Monza wird Vollgas gegeben, neun der zehn schnellsten Rennen der Geschichte fanden in Monza statt. Das Rennen 2003 bildet dabei den Rekord: Michael Schumacher siegte mit durchschnittlich 247,585 km/h.

HEIMSIEGER GESUCHT: Michael Schumacher sorgte mit seinen Ferrari-Erfolgen für Linderung, doch auf einen echten Heimsieg warten die Tifosi schon eine ganze Weile: Ferrari-Mann Ludovico Scarfiotti siegte als letzter Italiener - das war 1966.