Berlin (dpa) - Die Berliner werden zusehends zu Spree-Piraten. Spätestens in diesem Jahr hätten sie "die Flusshoheit übernommen", schrieb jetzt das Stadtmagazin "Zitty". "Noch nie sah man so viele Schlauchboote, noch nie so viele Flöße Marke Eigenbau, so viele aufgemotzte Uralt-Kähne."

Bisher sei der Fluss meist Jachten und Ausflugsdampfern vorbehalten gewesen. Die Bootsfahrer der neuen Generation haben neben der Spree unter anderem den Landwehrkanal in der seit längerem angesagten Gegend zwischen Kreuzberg, Neukölln und Treptow erobert. Für die "Zitty" ist das ein "Hauch von Anarchie".

Wegen emporschießender Firmenzentralen, Wohnungen und Hotels würden Freiflächen an der Spree rar. Jetzt hole sich Berlin seinen Fluss zurück, schlussfolgert das Magazin.