Nürnberg (dpa) - Vierbeiner im Fußballstadion: Die besten Deutschen Schäferhunde der Welt messen sich an diesem Wochenende in Franken. Beim Weltchampionat im Stadion des 1. FC Nürnberg treten 1600 Tiere aus 54 Ländern in drei Altersklassen gegeneinander an.

Aussehen und Charakter der Tiere werden dabei beurteilt. Ziel ist, die besten Hunde für die Zucht auszuwählen. "Hier sehen Sie die Champions League auf vier Beinen", sagte am Donnerstag der Sprecher des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Heiko Grube.

Die meisten Vierbeiner sind zuvor schon in nationalen Wettkämpfen angetreten. Die Hunde sollen zum Beispiel ein schönes Fell haben, einen guten Körperbau und keine Schlappohren. Ziel der Zucht: ein gesunder, freundlicher und lebhafter Hund für Sport und Familie.

Das Weltchampionat wird jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt ausgerichtet. Knapp die Hälfte der Teilnehmer kommt in diesem Jahr aus dem Ausland. Die Veranstalter erwarten 20 000 Zuschauer.

Richter begutachten die Hunde bei den Wettbewerben erst einzeln im Stand und in der Bewegung. Außerdem müssen die Vierbeiner einen Schuss aus der Schreckschusspistole aushalten, ohne ängstlich oder aggressiv zu werden. Die älteren Hunde müssen zudem ihr Herrchen gegen einen Angreifer verteidigen. Die besten Schäferhunde werden am Ende mit Prädikaten wie "vorzüglich" oder "Auslese" ausgezeichnet. Geld gibt es nicht, aber einen Pokal.

Der Deutsche Schäferhund ist hierzulande noch immer die beliebteste Hunderasse. Im vergangenen Jahr wurden laut Welpenstatistik des Verbandes für das Deutsche Hundewesen knapp 12 000 Jungtiere geboren. Das sind nur noch etwa halb so viele wie noch vor zehn Jahren, aber noch gut doppelt so viele wie Teckel-Welpen. Der Dackel ist der zweitliebste Hund der Deutschen. Insgesamt gebe es etwa 250 000 Schäferhunde in Deutschland, sagte Grube. Weltweit würden jedes Jahr etwa 900 000 Tiere geboren.