Köln (SID) - Tim Ohlbrecht (26) hat sich mit heftiger Kritik an den Verantwortlichen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) gegen seine Ausbootung aus der Nationalmannschaft gewehrt. "Ich muss mich für Dinge rechtfertigen, die ich nicht verursacht habe und nicht beeinflussen kann", sagte der 26-Jährige bei spox.com. "Die Sache ist nur: Ich muss mich ebenfalls zu Wort melden, damit die Öffentlichkeit beide Seiten kennt."

Ohlbrecht hatte im Sommer erneut vergeblich versucht, einen Vertrag in der nordamerikanischen Profiliga NBA zu ergattern. Dafür hatte er auf die Lehrgänge mit der Nationalmannschaft in Vorbereitung auf die EM-Qualifikation verzichtet und war deshalb nicht nominiert worden.

"Das kann ich nur so erklären, dass der Verband nach den ganzen Summer-League-Ausflügen eingeschnappt war und die Oberen ein Statement setzen wollten an alle Nationalspieler: 'Euch droht das gleiche Schicksal wie Ohlbrecht'", so der Bundesliga-Profi von ratiopharm Ulm.

Er sei immer noch gekränkt, doch da müsse er drüber stehen, so Ohlbrecht weiter. Er wolle nicht den DBB für alles verantwortlich machen. Der DBB habe seine Gründe für die Kader-Zusammenstellung gehabt, sich für die EM qualifiziert und somit alles richtig gemacht. Es sei das gute Recht, so zu denken. "Jetzt lassen wir alles sacken und nächstes Jahr können wir uns gerne zusammensetzen und alles besprechen. Dann gibt es keinen Grund, nicht mehr zusammenzukommen", meinte Ohlbrecht.