Berlin (AFP) Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat mit seiner Zustimmung zur Änderung des Asylrechts im Bundesrat scharfe Kritik in der eigenen Partei hervorgerufen. "Heute wurde das Menschenrecht auf Asyl für einen Appel und ein Ei verdealt", kritisierte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, am Freitag in Berlin. Er halte es für "unbegreiflich", dass nun Länder als "sichere Herkunftsstaaten" eingeordnet würden, in denen die Roma-Minderheit "massiven Diskriminierungen" ausgesetzt sei. Die Nachwuchsorganisation Grüne Jugend erklärte: "Der Alleingang von Kretschmann ist fatal".