Genf (AFP) Nach einem der folgenschwersten Flüchtlingsdramen der vergangenen Jahre hat UN-Menschenrechtskommissar Seid al-Hussein Gerechtigkeit für die rund 500 im Mittelmeer ertrunkenen Menschen gefordert. Sollten sich die "höchst glaubwürdig erscheinenden" Berichte der Überlebenden bestätigen, handele es sich bei dem Vorfall vor der Küste Maltas um "Massenmord", sagte al-Hussein am Freitag in Genf. Nach übereinstimmenden Berichten von Überlebenden hatten Schleuser in der vergangenen Woche ein Flüchtlingsboot mit mehr als 500 Insassen zum Kentern gebracht. Nur elf Menschen konnten gerettet werden.