Suzuka (SID) - Der Zustand des französischen Formel-1-Piloten Jules Bianchi hat sich nach seinem schweren Unfall beim japanischen Grand Prix am Sonntag in Suzuka stabilisiert. Wie die französische Sport-Tageszeitung L'Equipe berichtete, sei der 25-Jährige am Kopf operiert worden, könne aber nach dem Eingriff selbständig atmen. Genauere Informationen über den Zustand des Marussia-Fahrers sollen erst am Montag bekannt gegeben werden.

Nach einem Ausrutscher von Adrian Sutil (Gräfelfing) war Bianchi gegen den Abschleppwagen geprallt, der zur Bergung von Sutils Sauber ausgerückt war. Der Franzose wurde mit dem Rettungswagen abtransportiert, da das Fahrzeug angeblich besser ausgerüstet war als der ursprünglich angeforderte Hubschrauber.

Bianchi stammt aus einer Familie mit einer langen Tradition im Rennsport. Sein Großvater Mauro Bianchi war in den 60er Jahren sehr erfolgreich in der GT-Serie unterwegs. Sein Großonkel Lucien Bianchi kam 1969 beim Training für die 24 Stunden in Le Mans ums Leben, als er am Ende der berüchtigten Mulsanne-Geraden mit seinem Alfa Romeo gegen einen Telegrafenmasten prallte.