Dortmund (SID) - Noch vor wenigen Tagen war es der einstige Hamburger Nationaltorhüter Uli Stein, der Pierre-Michel Lasogga öffentlich an den Pranger stellte. Der Ex-Berliner konterte auf seine Weise, beendete seine Torflaute nach 560 Minuten, und war beim 1:0 (1:0) des HSV beim deutschen Vizemeister Borussia Dortmund der gefeierte Matchwinner.

Stein, Europapokalsieger 1983, tönte, Lasogga sei einer der Spieler, die beim HSV früher wahrscheinlich nur das Ballnetz getragen hätten. Lasogga nutzte die Gunst der Stunde und konterte bei Sky: "Ich kenne diese Person gar nicht. Was er sagt, juckt mich gar nicht."

Er wisse, dass es immer Kritiker gebe, aber das habe ihn echt kalt gelassen in den letzten Wochen. "Ich habe immer gearbeitet und geackert. Und ich konnte immer in den Spiegel gucken, wenn ich vom Platz gekommen bin, weil ich meine Leistung gebracht habe. Ich  weiß ja, dass ich das Toreschießen nicht verlerne", wird Lasogga auf bundesliga.de zitiert.

Scheinbar unbelastet von all dem Theater rund um den HSV nutzte der Ex-Berliner die Vorlage seines neuen Mannschaftskollegen Nicolai Müller zum Siegtor in der 35. Minute, nachdem sich der BVB auf dem Weg in die Offensive einen fatalen Fehlpass (Adrian Ramos) leistete. "Ich habe gesehen, dass Nicolai aufs Tor geht. Ich war komplett blank. Dann kam der Ball - und dann habe ich ihn einfach über die Linie geschoben", schilderte der 22-Jährige die entscheidende Szene.

Wie wichtig sein erster Saisontreffer sein könnte, was er für die Zukunft bewirken könnte - darüber konnte Lasogga nur spekulieren. "Die Mannschaft hat zuletzt mehr und mehr einen Schritt nach vorn gemacht", so Lasogga und hofft auf eine "Initialzündung".